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Orangerie im Mirabellgarten - Exotik in Mitteleuropa

Aktualisiert am 03.06.2011 | ca. 4 Minuten Lesezeit

Die Orangerie und das Palmenhaus bilden einen kleinen Teil des Mirabellgartens, der beim schnellen Altstadt-Sightseeing häufig übersehen wird

Betritt man den Mirabellgarten vom Landestheater aus, und geht rechts vorbei an der Fontäne, gelangt man zu einem kleinen Zierpark, der einen Durchgang zum Mirabellplatz ermöglicht, auf Höhe der Busparkplätze. Einige Sightseeing-Touren starten hier. Der Bereich der Orangerie und das Palmenhaus entstand um 1725. Garten und Gewächshäuser wurden ursprünglich dazu genutzt Zitrusbäume und vor allem Orangenbäumchen zu züchten.

Portal Mirabellgarten Orangerie
Wildromantisch ist der Eingang zur Orangerie überwuchert, und bildet so ein von Kletterpflanzen gestaltetes Portal.

Orangenbäume: Traum vom Süden und Zeichen von Tugend

Im Barock war es in Mode Orangenbäume zu züchten, Orangenbäume galten als Metapher für fürstliche Tugend. Im erzbischöflichen Barockgarten war eine Orangerie unabdingbar – die Orangerie im Mirabellgarten ist auch nicht die einzige in einem Schlosspark in Salzburg. Die Orangenbäume und exotischen Pflanzen verbrachten den Sommer im Freien an der Sonne, und wurden für den Winter ins Glashaus gebracht, um dort ohne Frostschaden die kalten Salzburger Wintertage zu überstehen.

Blumenbeete mit Tagetes und südlichen PFlanzen
Blumenbeete mit orangen Tagetes zieren die Längsbeete, alles eingefasst mit säuberlich geformten Buchsbaum.

Barockmuseum in der Orangerie

Die Orangerie im Mirabellgarten wurde im letzten Jahrhundert noch anders genutzt, und ist erst seit den 1980er Jahren dem ursprünglichen Nutzen nachempfunden. Das südliche Gebäude der Orangerie wird heute als Barockmuseum, das nördliche Gebäude nach wie vor als Glashaus genutzt, und wird auch häufig Palmenhaus genannt.

Gewächshaus oder Palmenhaus im Mirabellgarten

Im Palmenhaus Salzburg
Meterhohe exotische Pflanzen im Palmenhaus im Mirabellgarten Salzburg. In der Mitte ein Brunnen mit Goldfischen und Schildkröten, die sich genüßlich unter der Wärmelampen rekeln. Am anderen Ende des Palmenhauses sieht man eine hohe Voliere - der Vogelkäfig beherbergt einige kleinere Papageien.

Das Gewächshaus, das den Abschluss dieses Parkbereichs bietet, ist für die Öffentlichkeit zugänglich. Von 9 - 16.00 ist es täglich geöffnet. Für Hunde ist der Zutritt nicht gestattet. Drinnen findet man raumhohe Pflanzen, die man meist auch von heimischen Zierpflanzen kennt, nur nicht in dieser Üppigkeit und Höhe. Ein kleiner Brunnen ist im mittleren Teil des Gewächshauses und beherbergt neben Fischen auch Wasserschildkröten.

Sonnendurchflutete Blätter Sommerurlaub
Sonnendurchflutete Blätter erzeugen nicht ur ein interessantes Schattenspiel im Gewächshaus, sondern erinnern auch an Sommerurlaub und Müßiggang.

Dazwischen wachsen Orchideen und andere blühende Pflanzen. Im hinteren Bereich ist eine hohe Voliere angebracht mit einigen Papageien, die zwar scheu, aber umso stimmfreudiger sind. Ein kostenlos zugänglicher kleiner Tiergarten im Mirabellgarten.

Orchideen in Salzburg Mirabellgarten
Im Gewächshaus wachsen auch etliche Orchideen, mitten in Salzburg, im Mirabellgarten.

Geometrische Formen im Ziergarten

Die kleine Parkanlage zwischen Palmenhaus und Orangerie ist unser Geheimtipp für eine schnelle Rast beim Salzburgurlaub. Ein schöner Blick auf konkave und konvexe Gestaltungen der mittleren Fläche mit Kieswegen und Bögen von Bux. Das Spiel mit geometrischen Formen ausgehend von der Elipse, Ovalen und Krümmungen ist nicht nur im barocken Garten verewigt. Gerade der Architekt Fischer von Erlach spielt sich auch im Kirchenbau mit diesen Gestaltungselementen. Die nächsteglegene Fischer-von-Erlach-Kirche am Makartplatz, die Dreifaltigkeitskirche, hat diese eliptischen Spielformen, bereits beim sich nach innen wölbenden Portal aufgenommen, und setzt konkave und konvexe Formen im Inneren fort.

Buchs in Elipsenform
Zarte Buchsbaumsträucher die das mittlere Oval des kleinen Parks umschließen. Mitten in Salzburg befindet sich das Juwel der Gartenkunst, die uns an üppige Schloßparks, prunkvollen französischen oder italienischen, und vor allem an königlichen Luxus erinnern. Erbaut wurde das aber nicht für Könige oder Kaiser, sondern für Fürst-Erzbischöfe in Salzburg, zu einer Zeit als Salzburg noch nicht zu Österreich gehörte.

In Längsbeeten des Ziergartens finden sich Tagetes und andere Bäumchen. Im mittleren Teil der kleinen Gartenanlage und an den Mauern befinden sich Bänke. Man hat hier einen schönen Ausblick auf Garten in der Sonne und ist dennoch ein wenig abseits vom Trubel. Die wirklich stillen Ecken des Mirabellgartens sind auf der anderen Seite zu finden.


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